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Das Kräuterweib vom Hexenberg, Band 3

Bedeutung und Anwendung von Heil- und Gewürzpflanzen

Viola Odorata

Dieser kleine Begleiter für Küche und Kräutergarten bietet Ihnen allerlei wissenwertes über manch unbeachtetes Pflänzchen am Wegesrand, dazu einige Anwendungsbeispiele und Rezeptetipps.

Mundartliches

 

Wohlgesonnene Mitbürger sagen über Leipziger, sie seien kommunikativ. Weniger positiv Denkende meinen, sie seien redseelig. Wird einem Leipziger Bürger eine Frage gestellt, antwortet dieser mit einer Geschichte, die mit vielen Abschweifungen ausgeschmückt ist. Er unterbricht sich mehrfach mit dem Satz: "Awwr das woll´ch gar nich sahn ..." Dieser exotische Zungenschlag der Leipziger hatte bereits den jungen Goethe, der drei Jahre in Leipzig studierte, beeindruckt: "Man sollte kaum glauben, daß sie B, P, D und T überhaupt für verschiedene Buchstaben halten, denn sie sprechen nur immer von einem weichen und einem harten D und scheinen dadurch stillschweigend anzudeuten, daß P und T gar nicht existieren. Aus einem solchen Munde klingt dann Pein wie Bein, Paß wie Baß und Teckel wie Deckel...", so durfte es der Sekretär Eckermann aufschreiben.  Jawohl, Herr Gemeinrat von Goethe, unser Alphabet ist kürzer, weil es  im Leipziger Dialekt wenige stimmhafte Konsonanten gibt und einige Vokale ganz verschwinden.  Als Lene Voigt im Jahre 1925 mit zwei Veröffentlichungen, "Säk´sche Balladen" und "Säk´sche Glassiger", Furore macht, schrieb ein Kritiker der "Neuen Leipziger Nachrichten": "Da ist ja wieder einmal die sächsische Seele schön durchgegangen ... Wem Schiller und Goethe bisher nicht viel geben konnten, versuche es ruhig mal mit Lene Voigts Parodien." Hans Reimann, ein Leipziger Schriftsteller und Kabarettist der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, gab für das laute Lesen dieser Lektüre wichtige therapeutische Hinweise: " Den Unterkiefer sanft vorgeschoben, lasse man die mysteriösen Vokabeln aus pseudosächsischer Gusche tropfen!"

 

Verwahrung eines alten Leipzigers gegen  den Missbrauch seiner Mundart
Verwahrung eines alten Leipzigers gegen den Missbrauch seiner Mundart
Nee, das geht mer driewer niewer, was mer uns jetzt bieden dut, so ä alwernes Gelawre bringt mich fermlich noch in Wut.
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Schicksal
Schicksal
von Max Vormeyer
Ä gleenes Wärmchen kroch ämal in eener Dur dorch‘s Rosendal.
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Gochs Denkmal
Gochs Denkmal
von Georg Bötticher
Hoch uff jenes Hiegels heechsder Zacke, där von Leibzger Bergen iewrig noch - drohnd in weisen Marmor un in Fracke unser eenstjer Bergermeester Goch.
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Der Leibz'ger Berg
Der Leibz'ger Berg
von Max Vormeyer
De Leibz‘ger wär‘n da unbeärrt, sich so dadran ergetzen, dass bald der Rat gezwung‘ sein wärd ä Zweeten hinzusetzen!
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Dr Fischer
Dr Fischer
von Lene Voigt
Nunter zärrtsen in ihr Reich. Alle Fische feixen gleich. Denn se wissens ganz genau: Heide wärn die Mann und Frau.
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Geborn an dr Bleiße
Geborn an dr Bleiße
von Lene Voigt
Zum 130. Geburtstag von Lene Voigt: Mal ordentlich lachen gann Granke guriern.
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‘s Lied vom braven Manne
‘s Lied vom braven Manne
von Lene Voigt
Es war ämal im Februar. Dr Himmel sahk so sonderbar, un alle Männer, alle Frauen, die meenten: „Heite wärds noch daun!“
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Lenore
Lenore
von Lene Voigt
Drum gomm, mei Lorchen, riechle uff, mei Flugzeich wartet unten. Mir gondeln jetzt in Himmel nuff, verlähm dort sälche Schdunden.
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Der Vorsichdige
Der Vorsichdige
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
Un wenn de Welt in Trimmer bricht, de Gummischuh‘ vergisst er nicht.
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Der Untergang von Leipzig
Der Untergang von Leipzig
von Georg Bötticher
Es schrie der Bürgermeister: „Es wackelt! ´s wackelt! ´s steht schon schief! Helft, alle guten Geister!“
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De Bliemchenrache
De Bliemchenrache
von Lene Voigt
Uffn Sofa liecht ä Weib un das schläft zum Zeitvertreib. Nähm ihr schteht ä Blietenschtrauß...
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Vom Schatz unter dem Apfelbaum
Vom Schatz unter dem Apfelbaum
Da sach ä Junge mit emal unger jeen Boome än großn gälen Dobb schtiin, der de bis an Rand mit lauter aalen Silwergulden gefillt war.
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Schneegläggchen
Schneegläggchen
von Lene Voigt
Mir sin de ärschten jedes Jahr, das laßmer uns nich nähm. Wenn vor uns bliehten andre gar, da mißten mir uns schäm.
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Dr Erlgeenich
Dr Erlgeenich
von Lene Voigt
Ä Babba, där reided mit Gustav, sein Sohn, seit anderthalb Schtunden dorchs Rosendahl schon. Dr Doktor, der hatn Bewäächung empfohln, die will sich dr Alde nu jede Nacht holn.
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Leipziger Hausfrauen unter sich
Leipziger Hausfrauen unter sich
von Lene Voigt
„Ich weeß gar nich, mei Alder, där wärd mit jeden Daache nääglicher mits Essen. Da gann‘sch uffn Disch bring, was‘ch will.
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Vorfreide im Deader
Vorfreide im Deader
von Lene Voigt
Schon de Spannung vorhär is enne Wonne ganz gewiß. Scheen gebutzt gommt‘s Bubligum un sucht nach sein Blatze rum.
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Verdrehte Daache
Verdrehte Daache
von Lene Voigt
Dr Gaffee schwäbbert ibern Rand, dr Läffel rutscht fräch aus dr Hand. De Morchenzeitung schlaazt entzwee, verleecht is blätzlich 's Bordmonnee.
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Leibzcher Schärwelbärch-Schbuk
Leibzcher Schärwelbärch-Schbuk
von Lene Voigt
Am Schärwelbärch zur Geisterschunde: Wälch ä Gerassel in dr Runde! Das tobd un schlittert, gracht un glärrt. Wie wenn dr Deifel Gätten zerrt.
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Gogle nich
Gogle nich
Menschenskind, ich warne dich! Bei der Gogelei ist oft der Erfolg nich der erhoffte.
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Das färchterliche Schtärmchen
Das färchterliche Schtärmchen
von Lene Voigt
Nee häärnse, was de vorche Nacht dr Schtorm hat fier Graggehl gemacht, das warse wärklich nich mähr scheene. Mir zittern noch vor Schreck de Beene.
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De Schnärlzche un de Lärche
De Schnärlzche un de Lärche
von Lene Voigt
De Schnärlzche meenten: „Lärche, du bist dumm, hast uff dein Fäld doch gar gee Bubligum!
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Im wunderscheenen Monat Mai
Im wunderscheenen Monat Mai
von Max Vormeyer
Un dichte: Diesen Monat Mai, den soll der Deifel holen!
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Straßenbild
Straßenbild
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
Gloom se’s nur: mei Hundevieh zahlt mehr Steiern als wie Sie!
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Wo de Bleiße bläddscherd
Wo de Bleiße bläddscherd
von Lene Voigt
Lene Voigt schrieb dieses Gedicht etwa 1925 für die sächsische Seele
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Sächsisches Tanzliedchen
Sächsisches Tanzliedchen
von Lene Voigt
Amor sitzt uff ner Bosaune, schbannt dn Boochen an un drifft nach Lust un Laune schmunzelnd Weib un Mann.
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Der  große Schlussvergaufsdag
Der große Schlussvergaufsdag
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
Un alle die Laden un all’ die Gewelwer hamm offen, un mancher macht heit’ seinenSchnitt; De Waare vergooft sich beinahe von selwer, aus Leibzig bringkt jeder ja gerne was mit.
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De Domade
De Domade
von Lene Voigt
Wie’ch ä gleenes Mädchen war, dachte ich mir wunderbar so änne Domade...
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Spaziergang im April
Spaziergang im April
von Lene Voigt
Nu, das is doch ganz glar jetz im Abbrile...Ich gloowe, ’s is grade widder ä Grauwelwädderchen im Anzuche.
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Ä  philosophisches Geimiedhe
Ä philosophisches Geimiedhe
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
De bomadige Sorde un de rapplige Sorde...
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D a u w ä d d e r
D a u w ä d d e r
von Lene Voigt
Von dn Dächern dräbbelt’s nunter,denn de Sonne scheint schon munter. Jeder Dritte schnieft un nießt. Mit een Worte: Alles fließt.
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