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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

November

November

Christine Brandt-Borse

Wallendorfer See. Foto: Ursula Drechsel.
Wallendorfer See. Foto: Ursula Drechsel.

Blätter Tau behaftet, trotzen,

verlieren zusehends Farbe und Kraft.

Eigens die Früchte protzen,

verschwenden ihren Saft.


Der Sommer, unwiederbringlich,

Nebel bildet Mauern

fast undurchdringlich.

Die Bäume starr, sie trauern.


Sie kämpfen ums Sein,

wehren sich, bar jeder Macht.

Verneigen sich vor dem scheidenden Sommer, werden klein

dort, wo sich im Lande die Kälte einschleicht, ganz sacht.


Immer noch grau weißer Nebel triumphiert,

umgeht geschickt alle Normen.

Grenzen, Linien werden retuschiert,

es entstehen neue bizarre Formen.


Zweige tragen schwere Last,

der Regen, er dirigiert.

Verwischt und zaubert Konturen, ohne Hast

bis er gegen die kalte Sonne verliert.


Blätter ergeben sich, fallen.

Schatten legen sich über des Sommers gesenkte Lider.

Singvogelrufe verhallen,

wie jedes Jahr die letzten Lieder.


Erhabene Geste des Herbstes am Ende,

Schleier tanzen auf und nieder.

Die Natur ahnt schon die Wende,

immer und immer wieder

Das Kopfbild ist eine Zeichnung der Autorin Christine Brandt-Borse.

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