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Florian Russi
Papier gegen Kälte

Manfred Hoffmann, ehemals Klassenbester, ist ein angesehener Kinderarzt mit eigener Praxis und strebt nach dem Professorentitel. Stets bemüht, allen in ihn gesetzten Erwartungen zu entsprechen, steuert sein Leben in eine Sackgasse. Die jahrelange wissenschaftliche Arbeit erweist sich plötzlich als vergebens, sein Karriereaufstieg ist gefährdet, seine Ehe gescheitert, alle Erwartungen enttäuscht. Auf der Suche nach Genugtuung und nach Rechtfertigung begibt er sich auf Wege, die gefährlich weit in die Netze der organisierten Kriminalität ziehen.

Eine packende Mischung aus Entwicklungsroman und spannendem Thriller.

auch als E-Book erhältlich

Richard Wagner liebte Anekdoten

Richard Wagner liebte Anekdoten

Geburtshaus Richard Wagners in Leipzig, Brühl 3, 1886 abgebrochen; Zustand um 1885
Geburtshaus Richard Wagners in Leipzig, Brühl 3, 1886 abgebrochen; Zustand um 1885

Richard Wagner erzählte gern Anekdoten, die er leidenschaftlich vortrug. Seine sächsische Mundart verstäkte die Wirkung des Vortrages. Sein Freund, Angelo Neumann, der seine Bühnenkarriere 1859 in Leipzig begann, war ab 1876 Operndirektor in Leipzig und brillierte mit einer Lohengrin-Inszenierung. Berühmt wurde er später mit seinem reisenden sächsischen Wagnerensemble, mit dem er Wagnerinzenierungen in ganz Europa aufführte.

Neumann berichtete wie Richard Wagner in Bayreuth eine Anekdote über eine andere Operngesellschaft vortrug, die den „Freischütz“ aufführte:

Alle Sänger-Partien waren hervorragend besetzt, nur für den Eremiten konnte kein Sänger gefunden werden. Der Direktor war zunächst ratlos, hatte dann doch einen grandiosen Einfall. Er fügte einen stummen Boten ein, der dem Fürsten einen Brief übergab.

„Wie?“ sagte der Fürst, „ein Brief an mich? Ja, von wem denn? Ha von meinem lieben guten Freund, dem Eremiten. Ei, nun lasst uns mal sehen, was er mir schreibt?“

Hier begann das Orchester zu spielen, und der Fürst sang die Rolle des Eremiten aus dem Brief ab.

Bildnachweis

Beide Abb. aus Wikimedia Commons, sie sind gemeinfrei.

Quelle

Alte Anekdoten-Sammlung.