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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Bormann,  Edwin (Pseudonym: Bliemchen)

Bormann, Edwin (Pseudonym: Bliemchen)

Mundart- und Liederdichter, Naturwissenschaftler, Literaturhistoriker
* 14.4.1851 Leipzig, † 3.5.1912 Leipzig

 

B. wurde durch seine satirischen Schriften bekannt, die er häufig in der Leipziger Mundart verfasste. Aus seinem Buch, das er zusammen mit Adolf Oberländer herausbrachte, „Ein jedes Thierchen hat sein Pläsirchen", stammt das Sprichwort: „Jedem Tierchen sein Pläsierchen".

B. stammt wie seine Familie aus Thüringen. Diese Familie gründete den „Thüringer Hof" in Leipzig. B. studierte Naturwissenschaften, Kunstgeschichte, Germanistik sowie Philosophie an den Universitäten Leipzig und Bonn, ließ sich als Schriftsteller in Leipzig nieder und publizierte seine Schriften in einem eigenen Verlag. Er war sehr vielseitig, neben Kinder- und Jugendliteratur schrieb er Operntexte, Komödien, Humoresken und Lustspiele. Zudem forschte er zur Stadtgeschichte von Leipzig. Berühmt in ganz Deutschland wurde sein Büchlein „Mei Leibzig low' ich mir!"

International erregte er als Vertreter der Shakespeare-Bacon-Theorie Aufmerksamkeit. Er war im kulturellen Leben eng vernetzt, korrospondierte u. a. mit Anton Kippenberg, Paul Heyse und Theodor Fontane, gehörte auch den ungezwungenen Künstler- bzw. Gelehrtenvereinigungen „Stalaktiten" und „Leoniden" an. Eng befreundet war er mit Georg Bötticher.