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Berndt Seite

N wie Ninive
Erzählungen

In metaphorisch einprägsamen Stil  werden verschiedene Schicksale erzählt, die ihren Haupthelden alles abverlangen, sie an ihre Grenzen bringen. Bei der Frage nach der Schuld, nach Gerechtigkeit und Gott verstricken sich Zukunft und Vergangenheit. 

"Er hat einen eigenen Ton, ein bisschen mecklenburgisch erdenschwer, aber dann auch wieder sehr poetisch"

Frankfurter Allgemeine 07.10.2014 Nr. 232 S. 10 

Allerlei zum Ei

Allerlei zum Ei

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Das Ei zeichnet sich vom Symbolgehalt her durch verschiedene Eigenschaften aus: Es ist meist weiß und zerbrechlich, aus ihm kommt neues Leben. Die kleine ovale Form erinnert an die der Hoden. Deshalb galt das Ei seit jeher als Zeichen der Liebe, der Fruchtbarkeit und des Wachstums. Der Glaube, die Lebenskraft des Eies auf Menschen, Tiere und Felder übertragen zu können, bestimmte das Brauchtum unserer Vorfahren. Das sollte besonders erfogreich sein, wenn die Eier reich verziert waren. So entstand der Brauch, in der Frühlingszeit und ebenda zu Ostern alle Familienangehörige, alle Knechte und Mägde auf einem Bauernhof, vor allem auch die Patenkinder mit bunt gefärbten und verzierten Eiern zu beschenken.

Um diese so zu schmücken, müssen die Eier zunächst ausgeblasen werden. Was aber fängt man mit den rohen ausgeblasenen Eiern an? Gewiss, jetzt sind Eierkuchen, Rühreier und Omeletts angesagt.

Hier aber ein Hinweis für eine lukullische Spezialität:

Etwa 6 kleine Förmchen mit Butter oder Butterschmalz gut ausreiben und ½ Stunde kühl stellen.

Den Backofen schon vorheizen: 200° Celsius, Umluft 180° Celsius.

4 ausgeblasene Eier mit etwas Milch (2 EL) und geriebenen Parmesan (1 EL) mit dem Rührbesen verschlagen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse in die Förmchen geben und ca. 10 Minuten backen. Wenn die Törtchen ausgekühlt sind, die Eimasse stürzen.

Ca. 100 gr Mascarpone mit etwas Milch, Salz und Pfeffer anrühren und jeweils eine kleine Schicht auf die Törtchen geben. Darauf eine Scheibe guten Räucherlachs falten und mit einer Dillspitze krönen.

Wenn Sie keine kleinen Förmchen verfügbar haben, können Sie auch die Eimasse in einer Pfanne backen und den Eikuchen vierteln oder achteln und dann belegen. Ist Ihnen Mascarpone zu fettig, schmeckt es auch mit Frischkäse, der nicht so einen hohen Fettgehalt hat.

Guten Appetit und Frohe Ostern!

Übrigens:

Um allen unliebsamen Zwischenfällen aus dem Weg zu gehen, färbt man die Ostereier ganz einfach selber.

Je nach gewünschter Farbe sind verschiedene Gemüsesorten, Beeren oder Gewürze zu wählen.

1 Liter Wasser wird mit 200 Gramm Gemüse und 1 EL Essig gemischt. Den Sud dann 30 Minuten leise köcheln lassen. Weiße Eier eignen sich gut zum Färben. Sie werden 10 Minuten gekocht und vor dem Färben mit Essig-Wasser abgerieben. Die Eier müssen im heißen Farbsud länger liegen.

Vorschläge für die Farbtöne:

    Rot: Rote Beete oder Rotkohlblätter

    Blau: Holunderbeeren oder Heidelbeeren

    Gelb: Birkenblätter, Brennesselblätter, Safran, Fliederblüten, Kamillenblüten, auch Curcuma

    Orange: Karotten

    Braun: Eichenrinde, Kaffee, Tee, Zwiebelschalen

    Grün: Spinat, Petersilie, Gras