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Unser Leseangebot

Es waren einmal zwei Brüder: Sie hießen Jacob und Wilhelm Grimm. Gemeinsam hatten sie einen Traum: Sie wollten alle deutschen Märchen sammeln und aufschreiben, damit alle Menschen sie lesen konnten. Für Leser ab 14 Jahren, zu bestellen:

  http://www.bertuch-verlag.de/322-0-Kennst-du-die-Brueder-Grimm.html

 

   
Der Leipziger Weihnachtsmarkt 2018

Der Leipziger Weihnachtsmarkt 2018

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land?

"Der sprechende Spiegel". Foto: gemeinfrei via Wikimedia Commons.
"Der sprechende Spiegel". Foto: gemeinfrei via Wikimedia Commons.


So möchte man mit den Brüder Grimm im Märchenland fragen. Das US - Portal Matador hat den Leipziger Weihnachtsmarkt 2018 zum Schönsten in ganz Europa gekürt! Das Märchenland ist in diesem Jahr 2018 wieder auf dem Augustusplatz aufgebaut, am Brunnen Augustusplatz vor der Oper. Hier sind realitätsnah bekannte Märchenbilder mit verschiedenen Erlebnisbereichen aufgebaut. Großen Spaß macht auch in diesem Jahr, eingebaute Fehler zu finden. Wer 4 Fehler findet, nimmt an einer Verlosung teil. Teilnehmerkarten sind im Märchenland ausgelegt. Übrigens: Im Vorjahr waren nur 75% der Teilnehmer "märchensicher".

Für Kinder gibt es noch viel mehr Angebote:

Was wäre Weihnachten ohne den Weihnachtsmann?

Ab dem 1. Dezember lädt er immer Mittwoch bis Freitag von 16:00 bis 16:45 Uhr zu seiner Sprechstunde auf der Marktbühne ein. Und vielleicht schaut er ab und zu auch bei seinen Wichteln in der Wichtelwerkstatt vorbei?

Warum trägt der Weihnachtsmann rot?

Der rote Wintermantel mit dem weißen Pelzbesatz gehört im Advent dazu. Diese Mode geht auf einen Entwurf des Grafikers Haddon Sunblum aus dem Jahr 1931 zurück. Diese Grafik steckte die Weihnachtsmänner der ganzen Welt an. Sunblum gestaltete damit eine weltweite Werbekampagne für den Brausehersteller Coca-Cola. Vorher war der Weihnachtsmann leger in wenig auffäligen Farben gekleidet.

In der Wichtel - Werkstatt, die auf den Augustusplatz umgezogen ist, können die Kinder spielen und basteln, selbst kleine Geschenke anfertigen. Sie können sich nach Herzenslust betätigen. Vielleicht kam zum Nikolaus sogar der Weihnachtsmann vorbei? (Montag bis Freitag 14 bis 19 Uhr/ Sonnabend und Sonntag 11 bis 19 Uhr - aber keine Kita-Betreuung!)

Im gleichen Haus ist die Kinder-Backstube integriert. Hier können Kinder ebenfalls unter der fachkundigen Aufsicht (Netzwerk Haushalt Leipzig e. V.) Plätzchen, Kekse und sonstiges Naschwerk herstellen und verzieren und natürlich auch mit nach Hause nehmen. Unkostenbetrag: 2 Euro je Kind, Betreuungsdauer: circa eine Stunde.

Historisches Etagenkarussell. Foto: Hannelore Glatte, Berlin.
Historisches Etagenkarussell. Foto: Hannelore Glatte, Berlin.


Und welche Familie will es versäumen, das wieder neu aufgebaute Etagenkarussell am Salzgässchen zu besuchen. Das Vorgänger-Karussell war zum Schrecken aller Besucher bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes im November 2009 infolge eines Kurzschlusses abgebrannt. Teile von diesem waren 100 Jahre alt. Es ist gelungen, diese Attraktion nach historischen Originalquellen wieder herzustellen.

Nachtansicht Weihnachtsmarkt 1950. Foto: Deutsche Fotothek, Roger und Renate Rössing.
Nachtansicht Weihnachtsmarkt 1950. Foto: Deutsche Fotothek, Roger und Renate Rössing.

Wochenprogramm:

ab 16:30 Uhr Adventsprogramm

täglich

Bühne Marktplatz

Unter anderem mit der Puppenbühne Bergmann, dem Märchenerzähler Andiareas, der Musikschule Leipzig und vielen verschiedenen Künstlern, Vereinen und Institutionen.

Posaunenblasen

Montags bis Donnerstags, jeweils 18:00 Uhr,

Freitags ab 19:00 Uhr,

Samstag und Sonntags, jeweils 13:00 und 19:00 Uhr

vom Balkon Altes Rathaus

Besonders in den Abendstunden bietet der Leipziger Weihnachtsmarkt vor dem Alten Rathaus eine romantische und stimmungsvolle Kulisse im Zentrum der historischen Altstadt. Wir zeigen eine historische Aufnahme aus dem Jahr 1950, aus dem fotografischen Nachlass des Leipziger Ehepaares Roger und Renate Rössing, die ihre Werke der Deutschen Fotothek in Dresden überlassen haben. Die Tradition des Leipziger Weihnachtsmarktes reicht aber Jahrhunderte zurück - bis ins Jahr 1458. Die Erwähnung finden wir im „Leipziger Geschichtsbuch" von 1714. Dort schreibt J.J. Vogel: „Anno 1458 hat Churfürst Friedrich Marggraff zu Meissen und Hertzog zu Sachsen den Weynachtsmarckt öffentlich ausgeschrieben und die Stadt wegen der geleisteten treuen Dienste so Ihme von dem Rathe und der Bürgerschaft erweisen damit begnadiget." Er gehört damit zu den ältesten Weihnachtsmärkten in Deutschland. Nur der Striezelmarkt in Dresden und der Wenzelmarkt in Bautzen können da noch konkurieren.

Mitten auf dem Marktplatz erhebt sich in diesem Jahr erstmalig eine Tanne aus dem Vogtland. Sie ist 23 Meter hoch und wiegt 4,5 Tonnen. Auch eine aufgestellte Krippe mit lebendigen Schafen darf nicht fehlen.

Musikliebhaber können in der Thomaskirche dem weltberühmten Thomanerchor lauschen, der in der Adventszeit außer den Motteten zusätzlich Konzerte gibt. So präsentieren sie, begleitet vom Gewandhausorcherster, das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach.
Weitere Informationen: https://www.thomaskirche.org/r-gottesdienste-und-m...

Die Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach" lädt zur Adventsmusik ein. Dann verwandelt sich der Innenhof der Musikschule im Dezember in einen kleinen Adventsmarkt. Montags bis freitags zwischen 17:00 Uhr und 17:30 Uhr ist er geöffnet und neben Glühwein, Kinderpunsch und Fettbemme gibt es auf der Bühne kulturelle Überraschungen von Musikschülerinnen und Musikschülern sowie und verschiedenen Musikschul-Ensembles zu erleben.

Vom 3.12. bis 21.12. jeweils montags bis freitags

Umsäumt wird der Markt von farbenfrohen und originell gestalteten Ständen und Hütten, von denen es in der Innenstadt ca. 300 gibt. Händler und Handwerker bieten auf dem historischen Weihnachtsmarkt „Alt Leipzig" auf dem Naschmarkt qualitativ Hochwertiges an, herausragend die Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge. Die Kunst- und Handwerkertradition wird in Leipzig gepflegt.

Für das leibliche Wohl der Besucher ist mit kulinarischen Spezialitäten bestens gesorgt: So werden vom Pulsnitzer Pfefferkuchen bis zum Dresdner Stollen, verschiedenste Backwaren, geröstete Nüsse und Mandeln angeboten. Jedes Jahr tobt der Konkurrenzkampf zwischen den Glühweinschänken. Die LVZ - Leserjury hatte von 46 Angeboten schon 10 Angebote herausgefunden, die als Testsieger favorisiert waren. Dazu gehörten: Weingut Keth (Ecke Katharinenstr.), Kelterei Oese (Petersstraße), Schloss Wackerbarth ( Augustusplatz), Südtiroler Stand Wenin (direkt am Alten Rathaus), Grillmeister Krell (Nikolaikirchhof), um nur einige zu nennen. Der beste Glühwein kommt aber vom Fränkischen Weingut "Zur Höll" ( Altes Rathaus/Ecke Grimmaische Straße). Der Testsieger präsentiert stolz die Plakette am Stand.

Die eher deftig naschen wollen, kommen auch auf ihre Kosten. Sie sollten die Angebote im Finnischen Dorf auf dem Augustusplatz prüfen. Die langen Schlangen deuten darauf hin, dass die landestypischen Köstlichkeiten wie Flammlachs, am offenen Feuer gebackener Lachs, und Glögi sehr wohlschmeckend sein müssen. Zu bewundern ist wie jedes Jahr eine originale finnische Blockhütte. Sehr begehrt sind die Tierfellprodukte und der landestypische Schnaps. Einige Aussteller bieten weitere internationale Spezialitäten an. Die Finnen sind zum 17. Mal hier. Sie hoffen auf eine friedliche Zeit ohne Zwischenfälle. Das hoffen wir alle.

Das Südtiroler Dorf zeigt das Brauchtum ihrer Heimat. Die Südtiroler Tage gehen vom 14. bis 16. Dezember mit Alpengaudi und Livemusik über die Bühne. (Augustusplatz vor der Universität.)

Wer schwindelfrei ist, kann dann den Ausblick vom großen Riesenrad auf Leipzig genießen.

Verdursten muss auch niemand. Glühwein, heiße Schokolade, Marillen-Punsch und Feuerzangenbowle sind nachgefragt, aber nur eine Auswahl aus der Vielfalt der Angebote.

Pyramide bei der Nikolaikirche. Foto: Xxlfussel via Wikimedia Commons.
Pyramide bei der Nikolaikirche. Foto: Xxlfussel via Wikimedia Commons.

Wenn der Besucher seine Feuerzangenbowle unter der Pyramide auf dem Nikolaikirchhof trinkt, kann er dabei die schöne hohe Pyramide bewundern.

Die Vorläufer der heutigen, meist aus dem Erzgebirge stammenden Weihnachtspyramiden gab es schon im 16. Jahrhundert. In dieser Zeit war es in unserer Region üblich, in den Häusern immergrüne Zweige aufzuhängen, um Unheil in den dunklen Wintermonaten abzuwenden. Weiter im Norden und Osten versuchten die Menschen das mit dem Licht zu erreichen. Beide Bräuche sind in der Pyramide vereint. In Böhmen war es Anfang der 18. Jahrhunderts üblich, in Trauerzügen oder bei kirchlichen Festen pyramidenartige, mit Kerzen bestückte „Trauergerüste" zu verwenden. Unbekannt ist noch, wer als erster die Idee entwickelte, an einer Achse Scheiben zu befestigen und diese mit Hilfe eines Flügelrades, das durch Warmluft betrieben wird, anzutreiben. Vorbild war das Göpelwerk, eine Maschine, um Erz zu fördern. Um 1800 sind die ersten, sich drehenden Pyramiden (erzgebirgisch: Peremett) sicher im Erzgebirge entstanden. In den aufgebauten Figuren wurde zuerst die Arbeit der Bergarbeiter dargestellt, Bergmannszüge und Tiere des Waldes, erst später kamen christliche Motive dazu.

Großpyramiden im Außenbereich gibt es heute fast in jedem erzgebirgischen Dorf oder in den Städten zu bewundern. Und eine sehr schöne fand den Weg nach Leipzig auf den Nikolaikirchhof.

Traditionsumzug Freiberg. Foto: Deutsche Fotothek, Eugen Nosko.
Traditionsumzug Freiberg. Foto: Deutsche Fotothek, Eugen Nosko.

Den Weg nach Leipzig finden auch in diesem Jahr 2018 über 450 erzgebirgischen Bergleute und Trachtenträger und 200 Musikanten, die die Große Bergparade zelebrieren: Am 22.12.2018 um 16.00 Uhr erfolgt der Start. Ort: Richard-Wagner-Str./ Ecke Nikolaistraße. 17.00 Uhr findet das Abschlusskonzert auf dem Richard-Wagner-Platz statt. "Glück auf!"

Vom 14. bis 16. Dezember gehen die Tiroler Tage mit Alpengaudi und Livemusik über die Bühne. (Auf dem Augustusplatz vor der Universität.)

Die Zahl der Besucher stieg Jahr für Jahr. Vielleicht erreicht die Besucherzahl mehr als 2 Millionen. Werbung ist nicht mehr nötig, denn oft wird es sehr eng. Das Motto: "Mr halten aus in Sturmgebraus ob's wattert, stürmt und schneit".
(Zitat aus dem "Schneeschuhfahrermarsch" von Anton Günther.)

Bitte beachten Sie die Verkehrsbeschränkungen in der Innenstadt. Nutzen Sie das neue S-Bahn-Netz und den City-Tunnel, Haltestelle Marktplatz, das entschärft die Parkplatzsituation in der Innenstadt.

Öffnungszeiten:

Der Leipziger Weihnachtsmarkt findet in diesem Jahr vom 27. November bis 23. Dezember 2018 statt.

Tägliche Öffnungszeiten

Sonntag bis Donnerstag: 10:00 bis 21:00 Uhr
Freitag und Samstag: 10:00 bis 22:00 Uhr

Abweichende Öffnungszeiten

  • 15. Dezember zur "Langen Nacht des Weihnachtsmarktes" haben alle Stände sogar bis 23:00 Uhr geöffnet
  • 23. Dezember von 10:00 bis 20:00 Uhr


Weitere Informationen erhalten Sie im Internet:

www.leipzig.de/weihnachtsmarkt