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Unser Leseangebot

Das Kräuterweib vom Hexenberg, Band 2

Bedeutung und Anwendung von Heil- und Gewürzpflanzen

Diese übersichliche kleine Broschüre vermittelt althergebrachtes Wissen um die Zubereitung und Wirkung hiesiger Kräuter und Heilpflanzen.

Wie schon im ersten Heft sind hier Tipps für die Herstellung eigener Hausmittelchen gegen allerhand Alltagszipperlein, wie Erkältungen, Husten, Rheumaschmerzen, Insektenstiche, Nervenleiden oder Hautprobleme gesammelt.

Das neue Bachdenkmal
Johann Sebastian Bach, Komponist, von dem Beethoven sagte, nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen, wurde am 21.03.1685 in Eisenach geboren und starb am 28.07.1750 in Leipzig. Sein Grab befindet sich heute im Chorraum der Thomaskirche.
Er war Thomaskantor ab 30.05.1723 bis zu seinem Tode.

Ein repräsentatives Bach-Denkmal befindet sich auf dem Thomaskirchhof an der Südseite der Thomaskirche. Bevor es errichtet wurde, stand auf diesem Platz das Denkmal eines großen Sohnes aus Leipzig: Gottfried Wilhelm Leibniz. Nach einem hitzigen Standortstreit wurde sein Denkmal, um Platz zu schaffen, auf den Paulinerhof der Universität umgesetzt.

Das Bach-Denkmal errichtete 1908 der Bachverein, die Stadt steuerte einen Zuschuss von 25.000 Goldmark bei, die gleiche Summe kam von privaten Spendern. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 50 000 Goldmark.
Die lebendige und weitgehend wahrheitsgetreue Bach-Figur aus Bronze ist 2,45 m hoch und steht auf einem 3,20 m hohen Postament, das vom Stadtbaurat Scharenberg entworfen, vom Architekt Bischof gezeichnet und vom Steinmetzmeister Karl Laux in Muschelkalkstein ausgeführt worden ist. Die Firma Brückner & Noack in Leipzig führte den Bronzeguss aus.

Auf der Rückseite des Postaments wird mit den Jahreszahlen 1722 - 1750 an die Dauer der Amtszeit als Thomaskantor erinnert. Weiter wird die 1902 abgebrochenen Thomasschule, in der sich an die Wohnung des Thomaskantors befand, im Relief dargestellt.

Die Figur des Thomaskantors hat der Bildhauer Carl Seffner (1861-1932), auch in Zusammenarbeit mit dem Anatom Wilhelm His (1831-1904), entworfen, nachdem der Schädel von Bach identifiziert worden war. Das geschah bei der Umbettung der Gebeine von Bach vom Alten Johannisfriedhof in die Johanniskirche. Bach wurde zuerst auf dem Alten Johannisfriedhof beigesetzt und lag dort bis März 1900. Dann wurden seine Gebeine in einer gut zugänglichen Gruft unter dem Altar in der Johanniskirche, aufbewahrt in einem Kalksteinsarkophag, beigesetzt. In die gleiche Gruft wurde auch die Gebeine von Ch. F. Gellert überführt. Das Bach - Gellert - Grab blieb bei dem schweren Bombenanschlag auf die Kirche im Dezember 1943 unversehrt. In Vorbereitung des 200. Todestages fand Bach seine letzte Ruhestätte im Chorraum der Thomaskirche, wohin der Sarkophag überführt worden war. Sein Grab ist ständig mit frischen Blumen geschmückt, die die Besucher der Kirche aus aller Welt ablegen.

Das Denkmal zeigt Bach als Thomaskantor mitten in der Arbeit. Sein nicht zugeknöpfter Rock bringt korrekt den an allen äußeren Dingen uninteressierten Komponisten in Erinnerung.

 

Die linke Hand Bachs löst sich gerade vom Orgelmanual. Die Orgel ist ahistorisch mit Jugendstilelementen geschmückt.

 

Das Denkmal wurde am 17. Mai 1908 (Sonntag Kantate) geweiht.

 

Alle Bilder: Archiv U. u. H. Drechsel

Quellen:

Hocquel, Wolfgang: Leipzig. Architektur von der Romanik bis zur Gegenwart.
Leipzig 2001
Eschner, Max: Leipzigs Denkmäler, Denksteine und Gedenktafeln. Leipzig 1910
Riedel, Horst: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z. Leipzig 2005