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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Friehlingslied

Friehlingslied

Ursula Drechsel

Der Winter geht bald zu Ende. Schnee gab es genug, zur Zeit eine kleine Kälteperiode, aber am 21. März beginnt der kalendarische Frühling und hoffentlich auch das Frühlingserwachen mit warmen Sonnenstrahlen und den vielen schönen Frühlingsblühern. Dann ist die Zeit der Spaziergänge durch eine aufsprießende Natur gekommen.


Lene Voigt schrieb das Gedicht „Friehlingslied", welches den Leser zum Schmunzeln anregen soll.

 

Wenn de Hiehner wieder Eier lägen
Un de Weibsen alle Schduben fägen,
Wenn frau Holle keene Betten schittelt
Und der Schdorm nich mähr am Schornsschdeen rittelt,
Wenn de Wiesen wieder grasegrien
Un im Garten schon de Veilchen bliehn
Un de Jungens schbielen mit'n Kreisel,
Schdeckt der Sachse ooch das Keppchen aus'n Heisel,
Guckt zum Himmel nuff un ruft voll Freid:
Kätchenbaum  Archiv U. u. H. Drechsel
Kätchenbaum Archiv U. u. H. Drechsel

"O wie wunderscheene,

O wie wunderscheene

Is doch meerschdendeels de Friehlingszeit!"

Frühlingshut  Foto: Archiv Walker
Frühlingshut Foto: Archiv Walker

Wenn de Dichter "Herz" uff "Schmerzen" reimen,
Alle jungen Mädels Värsche leimen,
Wenn de Läden voller Friehlingshiete,
Un de Preise, - i du meine Giete!
Wenn de Mutter nach de Sommersachen guckt,
Dann den Papa an dem Rocke zuppt,
Wärd's ihm angst und weh, trotz Friehlingssonne,
Es vergeht ihm alle Lust un Wonne
un er seifzt, geknickt von Herzeleid:

"O wie forchtbar teier,
O wie furchtbar teier,
Is doch meerschdendeels de Friehlingszeit !"


Quellen:
Voigt, Lene: Säk'sches Gemiese. Eine Sammlung der lustigsten Dichtungen in sächsischer  
                  Mundart. Verlag A. Bergmann - Leipzig o.J. Erstausgabe. 
Bilder der Frühlingsblüher: Archiv Ursula und Hans Drechsel