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Unser Leseangebot

Weihnachten

Ein Fest der Familie und des Friedens

Florian Russi, Herbert Kihm (Hg.)

Alle Jahre wieder feiern wir das Weihnachtsfest im Kreise unserer Familie und lassen althergebrachte Traditionen in familiärer Atmosphäre aufleben. Doch wo hat das Fest seinen Ursprung, warum feiern wir Weihnachten und woher stammt der Christbaum?

Das liebevoll gestaltete Heftchen gibt Auskunft hierüber und enthält zudem eine kleine Sammlung der bekanntesten Weihnachtslieder. Des Weiteren Rezepte laden zum Kochen und Backen ein.

Handschwengelpumpen in Leipzig

Ursula Drechsel

Wer die Stadt Leipzig besucht und offenen Auges durch die Straßen der Innenstadt geht, sieht Handschwengelpumpen der verschiedensten Formen auf den Fußwegen stehen. Oftmals gehen die Passanten an diesen schön restaurierten Pumpen, die auch Wasser spenden - kein Trinkwasser - vorüber. Wenn wir unsere auswärtigen Besucher durch die Stadt führen, zeigen wir natürlich diese Besonderheit der Stadt Leipzig. Unsere Gäste sind dann erstaunt und freuen sich über solche Details. Handschwengelpumpen stehen nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in den Außenbezirken, dort aber leider oft nur als Fragment.

Kurzer geschichtlicher Exkurs in die Geschichte der Wasserversorgung der Stadt Leipzig:
Die Wasserversorgung der Stadt Leipzig wurde bis in die erste Hälfte des 19.Jh durch Schöpf- und Ziehbrunnen, die oft von bemerkenswerter künstlerischer Gestaltung waren, gewährleistet. Im Jahr 1504 wurde in Leipzig die Rohrwasserleitung, das heißt hölzerne Leitungsrohre eingeführt. Diese Leitungen endeten meist in den Höfen der Bürgerhäuser in einem Brunnen.

Im Zuge der Großstadtentwicklung in der zweiten Hälfte des 19.Jh erfolgte mit der raschen flächenmäßigen Ausdehnung der Stadt die Trinkwasserversorgung, wie wir sie heute kennen.
Trotzdem konnte man auf stationäre Brunnen, die Handschwengelpumpen, noch nicht verzichten. Bis ins 16.Jh gehen die hölzernen Vorgänger zurück, die neuen Pumpen wurden nun aus Eisenkunstguss ausgeführt und künstlerisch gestaltet. Mit dem 1865 in Dienst gestellten Wasserwerk Connewitz verfügte die Stadt erstmals über eine moderne Druckwasserleitung. Später kamen Probstheida und Naunhof hinzu.

Um 1900 gab es 282 öffentlich nutzbare Handschwengelpumpen in Leipzig. Alle Pumpen waren nummeriert. Heute gibt es im gesamten Stadtgebiet noch cirka 126 Brunnenstandorte.
Die wenigsten Pumpen sind noch intakt, wie zum Beispiel in der Innenstadt oder in der Waldstraße. Anfang der 1980 er Jahre gerieten die Pumpen in den Blick der Leipziger Denkmalpflege. Nur so konnte gemeinsam mit den kommunalen Wasserwerken und privaten Förderern eine größere Anzahl erhalten bzw. erneuert werden.

Autor und Fotos: Ursula Drechsel

Literatur: Leipzig - Architektur von der Romanik bis zur Gegenwart, Passageverlag, 2.Auflage 2004

 

Vogelkäfigbrunnen

Standort: Neumarkt Ecke Magazingasse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für den Entwurf erhielt der Leipziger Bildhauer Bruno Wollstädter im Ergebnis eines städtischen Wettbewerbs den ersten Preis

 

                  

Großer Löwe

  

Standort: Neumarkt 24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter Verwendung alter Teile wurde diese Pumpe 1993 wieder errichtet. Die Gestaltung geht auf den Wettbewerb von 1910 zurück. Der Große Löwe des Architekten Heinrich Quint erhielt den 2. Preis, die Bildhauermodellarbeiten führte Arthur Kuntzsch aus.

 

Kleiner Löwe

Standort: Universitätsstraße vor dem Städtischen Kaufhaus

Der Entwurf entstand im Ergebnis eines Künstlerwettbewerbs 1908.
1996 wurde die Kopie geschaffen und aufgestellt.

Neogothischer Brunnen

Standort: Burgstraße am Thüringer Hof

Dieser Brunnentyp ist seit 1877 in Gebrauch.

Am Thüringer Hof war diese Pumpe bis 1984 im Original vorhanden. 1996 durch eine Kopie ersetzt.

Delphinbrunnen

Standort: Lortzingstraße hinter dem Heimatkundemuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Brunnen kann durch eine Zeichnung, die sich im Stadtarchiv Leipzig befindet, auf die Zeit nach 1868 datiert werden. Er wurde 1993 unter Verwendung alter Teile wieder aufgestellt.

Ein weiterer Delphinbrunnen befindet sich  in der Katharinenstraße

 

Löwenbrunnen

  

Standort: Naschmarkt - Grimmaische Straße

 

Der Löwenbrunnen auf dem Naschmarkt hatte mehrere Vorgänger.

An der Rückseite des Brunnens ist eine steinerne Inschrift angebracht: „... 1918 wurde dieser Brunnen in der alten Gestalt des hölzernen Gehäuses vom Rate wieder aufgebaut durch den Architekten Hugo Licht...". Die beiden Löwenplastiken waren nach einem Modell von Johann Gottfried Schadow um 1829 in Lauchhammer gegossen worden. Sie gehörten bereits früher zu der Gestaltung des Brunnens.

Der Brunnen bietet ein Fotomotiv, vor allem für Eltern mit Kindern. Die Kinder setzen sich gerne auf einen Löwen.