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Matt Lamb Kirche Bergern

Klaus von der Weiden, Susanne Wellhöfer

Es klingt fast wie ein Märchen, da kommt ein großer amerikanischer Künstler in ein kleines thüringisches Dorf und gestaltet dort die bisher unbedeutende Dorfkirche mit seinen Werken aus. Und doch ist es so geschehen in Bergern unweit der Kleinstadt Bad Berka. Die kleine Broschüre erzählt von der Kirche, dem Künstler und dem Werk, und wie es zu dieser unglaublichen Begenheit kam.

Auerbachs Keller

Auerbachs Keller

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Fasskeller  1844
Fasskeller 1844

Der Gründer dieses Gasthauses, Dr. med.et.phil. Heinrich Stromer(1482 - 1542), war ein sehr geachteter Leipziger Bürger, denn er brachte es zum Universitätsprofessor und Dekan der Leipziger Universität. Später wurde er Ratsherr. Noch heute sieht man im historischen Fasskeller, wo einst Faust auf dem Fasse hinaus geritten sein soll, den Beginn eines unterirdischen Ganges, der dereinst den Keller mit dem Universitätsgebäude verbunden haben soll. Nach der Legende konnte damit das „Personal" der Universität bei diesen Abstechern nicht beobachtet werden.
Die historischen Weinstuben zeigen die eigentlichen Attraktionen des Gaststättenkomplexes. Sie bestehen aus vier Räumen: dem tonnengewölbten Fasskeller, dem Goethezimmer, dem Lutherzimmer, mit den rekonstruierten spätgotischen Kreuzrippengewölben, und dem Raum „Alt Leipzig". Das älteste Schaustück stammt aus der Entstehungszeit 1530. Auf einem in die Wand eingelassenen Hauszeichen wird ein Bacchusknabe dargestellt. Hier verkehrten die historischen Persönlichkeiten und tranken und aßen nach Herzenslust. Goethe nahm die Anregungen für die berühmt gewordene Szene im "Faust" I mit, die im Auerbachs Keller spielt.

Szene  aus dem "Faust", gemalt von Volker Polenz   Foto: W. Brekle
Szene aus dem "Faust", gemalt von Volker Polenz Foto: W. Brekle


Im großen Keller zieren historische Wandbilder das Gewölbe und geben diesem Raum die Patina. Das von Volker Polenz gemalte Wandbild "Kaiserliche Pfalz" zeigt den Mephisto mit den Gesichtszügen des Immobilienspekulanten Jürgen Schneider und spielt damit auf die Affäre um den Kauf der Mädlerpassage an.
Es liegt auf der Hand, dass die Werbestrategien der heutigen gepflegten Gaststätte voll auf die Geschichte des Kellers bauen. So werden das „Luthermenü" und „Goethes erotische Liebesspeisen" neben anderen sächsischen Gerichten angeboten.
Literarische Veranstaltungen ziehen Interessierte zu folgenden Themen an:

„Goethe und die Frauen", aufgeführt vom "Theater im Gewölbe" Weimar, oder zum Gründer "Dr. Heinrich Stromer" aus Anlass des 600jährigen Bestehens der Leipziger Universität.

Und in allen Zeiten galt:

                    
                                   Ohne auf Auerbachs Hof zu gehen,
                                   Der schweigt still, denn das beweist:
                                   Er hat Leipzig nicht gesehen.