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Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Mundartliches

 

Wohlgesonnene Mitbürger sagen über Leipziger, sie seien kommunikativ. Weniger positiv Denkende meinen, sie seien redseelig. Wird einem Leipziger Bürger eine Frage gestellt, antwortet dieser mit einer Geschichte, die mit vielen Abschweifungen ausgeschmückt ist. Er unterbricht sich mehrfach mit dem Satz: "Awwr das woll´ch gar nich sahn ..." Dieser exotische Zungenschlag der Leipziger hatte bereits den jungen Goethe, der drei Jahre in Leipzig studierte, beeindruckt: "Man sollte kaum glauben, daß sie B, P, D und T überhaupt für verschiedene Buchstaben halten, denn sie sprechen nur immer von einem weichen und einem harten D und scheinen dadurch stillschweigend anzudeuten, daß P und T gar nicht existieren. Aus einem solchen Munde klingt dann Pein wie Bein, Paß wie Baß und Teckel wie Deckel...", so durfte es der Sekretär Eckermann aufschreiben.  Jawohl, Herr Gemeinrat von Goethe, unser Alphabet ist kürzer, weil es  im Leipziger Dialekt wenige stimmhafte Konsonanten gibt und einige Vokale ganz verschwinden.  Als Lene Voigt im Jahre 1925 mit zwei Veröffentlichungen, "Säk´sche Balladen" und "Säk´sche Glassiger", Furore macht, schrieb ein Kritiker der "Neuen Leipziger Nachrichten": "Da ist ja wieder einmal die sächsische Seele schön durchgegangen ... Wem Schiller und Goethe bisher nicht viel geben konnten, versuche es ruhig mal mit Lene Voigts Parodien." Hans Reimann, ein Leipziger Schriftsteller und Kabarettist der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, gab für das laute Lesen dieser Lektüre wichtige therapeutische Hinweise: " Den Unterkiefer sanft vorgeschoben, lasse man die mysteriösen Vokabeln aus pseudosächsischer Gusche tropfen!"

 

De Schnärlzche un de Lärche
De Schnärlzche un de Lärche
von Lene Voigt
De Schnärlzche meenten: „Lärche, du bist dumm, hast uff dein Fäld doch gar gee Bubligum!
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Im wunderscheenen Monat Mai
Im wunderscheenen Monat Mai
von Max Vormeyer
Un dichte: Diesen Monat Mai, den soll der Deifel holen!
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Straßenbild
Straßenbild
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
Gloom se’s nur: mei Hundevieh zahlt mehr Steiern als wie Sie!
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Wo de Bleiße bläddscherd
Wo de Bleiße bläddscherd
von Lene Voigt
Lene Voigt schrieb dieses Gedicht etwa 1925 für die sächsische Seele
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Sächsisches Tanzliedchen
Sächsisches Tanzliedchen
von Lene Voigt
Amor sitzt uff ner Bosaune, schbannt dn Boochen an un drifft nach Lust un Laune schmunzelnd Weib un Mann.
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ALLE BEITRÄGE ANZEIGEN
Der  große Schlussvergaufsdag
Der große Schlussvergaufsdag
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
Un alle die Laden un all’ die Gewelwer hamm offen, un mancher macht heit’ seinenSchnitt; De Waare vergooft sich beinahe von selwer, aus Leibzig bringkt jeder ja gerne was mit.
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De Domade
De Domade
von Lene Voigt
Wie’ch ä gleenes Mädchen war, dachte ich mir wunderbar so änne Domade...
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Spaziergang im April
Spaziergang im April
von Lene Voigt
Nu, das is doch ganz glar jetz im Abbrile...Ich gloowe, ’s is grade widder ä Grauwelwädderchen im Anzuche.
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Ä  philosophisches Geimiedhe
Ä philosophisches Geimiedhe
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
De bomadige Sorde un de rapplige Sorde...
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D a u w ä d d e r
D a u w ä d d e r
von Lene Voigt
Von dn Dächern dräbbelt’s nunter,denn de Sonne scheint schon munter. Jeder Dritte schnieft un nießt. Mit een Worte: Alles fließt.
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Fantasien in Leipzjer Ratsgeller während d'r Sylvesternacht
Fantasien in Leipzjer Ratsgeller während d'r Sylvesternacht
von Georg Bötticher
Na, mir hatten angestoßen un uns »brost Neijahr« gewinscht-heernse, da wimmelt's 'a doch in ganzen Saale von den sonderbarschten Gestalten, nacktgen un angezognen, Menschen mit Fischschwänzen, Sphinxen un Leewen...Wir wünschen allen Lesern ein gesundes Neues Jahr!
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De Leibz'ger Farwen
De Leibz'ger Farwen
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
Es liegt was Iwwerwält’gendes dadrin: Ich bin ä Leibz’ger, will ä Leibz’ger sin!
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Geschmacksache
Geschmacksache
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
Horcht zu: Zwee rodhe dicke Kimmelbrieder, die plätschern plump in Schwimmbad uf un nieder...
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 De Grindungk
De Grindungk
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
Leibzig, hehre Stadt der Städde, wenn der Erdball dich nich hädde - wer beschreibt uns, welch Maleer das in jeder Hinsicht wer?!
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Begasus im Joche
Begasus im Joche
von Lene Voigt
Ä Dichter hatte nischt zu beißen, Un weil nu mal d:e Not bricht Eisen, Mußtr zum Färdemarkt hinloofen Un dort sein Begasus vergoofen.
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Leibzig is scheene raus
Leibzig is scheene raus
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
Da, mer stak in vollsten Sinne noch in Middelalder drinne, gam ämal ber Extrazug Markgraf Oddo uf Besuch.
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Silvesterbunsch
Silvesterbunsch
von Lene Voigt
Um zwelfe brilln alle "Brost Neijahr!". Un schon schwankt hin und schwankt här mancher Mudder ihr Sohn.
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Theodor Doppelburg oder Ä hochdeitscher Leibz’ger
Theodor Doppelburg oder Ä hochdeitscher Leibz’ger
von Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann
"Theotor Toppelpurk, Keporener Leipz'ker turch un turch!"
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Beschauliche Bilanz
Beschauliche Bilanz
von Lene Voigt
Un wie nu's Jahr zu Ende war, da zählt ich deitlich, zählt' ich glar Dreihundertfinfunsächzich Freiden. (Dadsächlich, ich bin zu beneiden.)
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Näweldaach
Näweldaach
von Lene Voigt
Wenn so ä richtcher Näweldaach De Ärde dut verschleiern...
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Unverwüstlich
Unverwüstlich
von Lene Voigt
Liebeserklärung von Lene Voigt: Wir Sachsen sin von echtem Schlaach, die sin nich dod zu griechn...
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Mei Leibzch
Mei Leibzch
von Lene Voigt
Schon unsre Dichterfärschten briesen de scheene Schtadt am Bleißeschtrand, wo um de Bromenade schbrießen de Linden wie ne griene Wand.
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Uffn Haubdbahnhof
Uffn Haubdbahnhof
von Lene Voigt
Nee so ä imbosandes Gewärche! Das grübbld wie in ä Ameisenbärche.
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Bratäbbel
Bratäbbel
von Lene Voigt
Ein kleines Gedicht von Lene Voigt, passend zur Jahreszeit: Bratäbbel wolln behandelt sin, Das is ’ne alte Sache...
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Ostergruß an die Leser
Ostergruß an die Leser
Ein Gedicht von Lene Voigt zum Suchen der Ostereier
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Weihnachtsgeschenke
Weihnachtsgeschenke
von Lene Voigt
Da hat's sicher äwas ganz besonders Scheenes zu Weihnachten gegähm vons liewe Männichen.
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Hymne an den Kaffee
Hymne an den Kaffee
von Lene Voigt
Lene Voigt: "Dr Gaffee is fier alles gut..."
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Niederschmetternde Kritik
Niederschmetternde Kritik
von Lene Voigt
Lene Voigts Warnung für kleine Schulanfänger!
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Sachsen an der Riviera
Sachsen an der Riviera
von Lene Voigt
Lene Voigt: "Guck eener an, da gommt ja de Frau Bärnharden angelaatscht ! Is de Meechlichgeet !..."
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Dr Sänger
Dr Sänger
von Lene Voigt
"Behalt dein Schlibbs, behalt dein Ring! Doch willste mir durchaus was gähm - Ä Däbbchen Gaffee, das däd'ch nähm!"
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